Camier bereut Fehler
Beim ersten WSBK-Lauf auf Phillip Island ließ Camier sein Talent schon einmal aufblitzen, auch wenn er sich in der Superpole-Runde nur als 16. qualifizierte. Im 22-Runden langen Rennen dann, fuhr er in der Führungsgruppe mit. Ob er und die erste Haarnadel-Kurve zukünftig allerdings Freundschaft schließen werden, ist zu bezweifeln, gleich zwei Mal erwies diese sich als das Ende aller Träume.
Besagter Leon Camier ist 188cm groß und damit vom Körperbau her das Gegenteil des eher zierlichen Max Biaggi. „Meine Fehler tun mir sehr leid. Im ersten Lauf, wollte ich einen der anderen Fahrer überholen, aber ich bin etwas zu schnell in die erste Kurve, und hab dann extrem hart gebremst, um Max nicht von der Maschine zu holen.Danach habe ich Druck gemacht und versucht so viele Positionen wie möglich wieder gut zu machen."
Er sagte weiter: „Im zweiten Lauf bin ich ganz gut gestartet und ich befand mich in der Führungsgruppe, direkt hinter Checa, der gleich an Toseland vorbei ging. Als ich überholen wollte, sind wir etwas weit rausgekommen. Dann habe ich in den falschen Gang geschaltet und bin wieder viel zu schnell in die erste Kurve."
Doch Camier gelang zur Erkenntnis, dass er Rundenzeiten wie die Besten hinlegen kann und das ist ein positives Fazit vom ersten Rennwochenende. Doch es wäre mehr möglich gewesen: „Ich bin schon enttäuscht, denn ich konnte sehr gute Rundenzeiten fahren, es wäre ein sehr gutes Resultat geworden."
In beiden Läufen auf Phillip Island erreiche Camier Rang elf, doch damit liegt er in der Gesamtwertung immerhin unter den Top-10. Am 28. März in Portimao, Portugal wird er seine nächste Chance bekommen.